Vier Posten, nicht einer
Wer Angebote vergleicht, schaut auf den Monatspreis. Der ist aber nur der erste von vier Posten:
- Lizenz – der Grundpreis pro Monat. Achten Sie darauf, ob der genannte Betrag für monatliche Zahlung gilt oder einen Jahresvertrag voraussetzt; der Unterschied liegt in der Kategorie oft bei 15 bis 20 Prozent.
- Volumen – was im Grundpreis enthalten ist und was jede weitere Einheit kostet. Hier entstehen die Überraschungen auf der zweiten Rechnung.
- Einmalkosten – Aufschaltung, Einrichtung, allenfalls Setup-Begleitung. Auf 12 Monate verteilt, dann sind sie vergleichbar.
- Nacharbeit – die Arbeitszeit, die Ihr Team nach dem Anruf noch aufwendet. Steht in keinem Angebot und ist bei terminlastigen Betrieben der grösste Posten von allen.
Warum sich Listenpreise nicht direkt vergleichen lassen
In der Kategorie sind heute drei Abrechnungsmodelle üblich, und sie messen nicht dasselbe:
- Pro Telefon-Minute. Sie zahlen Gesprächszeit. Günstig bei kurzen Anliegen, teuer bei Beratungsgesprächen – und ein System, das langsam spricht, kostet mehr als eines, das schnell auf den Punkt kommt.
- Pro Konversation. Sie zahlen pro Vorgang, unabhängig von der Länge. Berechenbar, aber ein 20-Sekunden-Anruf kostet gleich viel wie ein Fünf-Minuten-Gespräch.
- Kontingente aus beidem. Ein Grundpreis enthält sowohl eine Anzahl Gespräche als auch eine Anzahl Telefon-Minuten. Vergleichbar wird das erst, wenn Sie beide Kontingente gegen Ihren eigenen Kanal-Mix rechnen.
Praktischer Rat: Rechnen Sie jedes Angebot auf Ihre Monatsmenge um, nicht auf eine Musterkundin. Zwölf Anrufe pro Arbeitstag sind rund 250 im Monat – nehmen Sie diese Zahl und rechnen Sie jedes Modell einmal damit durch. Prüfen Sie dabei auch, was passiert, wenn Sie das Kontingent überschreiten: Verfällt ungenutztes Guthaben? Wird automatisch nachgebucht? Wird gedrosselt?
Der Posten, den keine Preisliste zeigt
Der entscheidende Unterschied zwischen zwei Werkzeugen liegt selten im Abopreis, sondern darin, was am Ende des Gesprächs erledigt ist. Ein Anliegen, das nur erfasst wird, kostet danach Arbeitszeit: zurückrufen, Termin finden, eintragen, bestätigen. Die Formel dafür braucht vier Zahlen aus Ihrem eigenen Betrieb:
Anliegen pro Monat × Anteil, der nur erfasst wird × Minuten Nacharbeit ÷ 60 × was Sie die Stunde wirklich kostet
Beim letzten Faktor lohnt sich Ehrlichkeit statt Schönrechnen: Im Büro sind CHF 50–70 pro Stunde eine übliche Rechengrösse. Wenn Sie die Nacharbeit abends selbst erledigen, ist es Ihr verrechenbarer Satz – und dann wird sie richtig teuer.
Beispiel mit offener Rechenbasis: 250 Anrufe im Monat, die Hälfte davon Terminanliegen, 4 Minuten Nacharbeit pro nur erfasstem Termin. Das sind 125 × 4 ÷ 60 = rund 8,3 Stunden – je nach Ansatz CHF 400 bis 800 pro Monat, die in keinem Angebot stehen. Ändern Sie eine der vier Zahlen, und das Ergebnis ändert sich deutlich; genau deshalb sollten Sie die Rechnung selbst machen.
Wo die Rechnung kippt – in beide Richtungen
Diese Rechnung spricht nicht automatisch für das teurere Werkzeug. Sie hängt fast vollständig an einer Grösse: dem Anteil Ihrer Anrufe, der zu einem Termin führt.
Wenige Terminanliegen? Dann bleibt die Nacharbeit klein, und der günstigste Anbieter mit sauberer Erfassung und Priorisierung ist schlicht die bessere Rechnung. Wer im Monat eine Handvoll Termine vereinbart, holt die Differenz zu einem umfassenderen System nie herein. Das ist kein Argument gegen uns – das ist Mathematik.
Viele Terminanliegen? Dann dreht sich das Verhältnis, und zwar schnell. Ab einigen Dutzend Terminanliegen im Monat übersteigt die Nacharbeit die Differenz zwischen einem einfachen und einem erledigenden Werkzeug – und ab da zahlen Sie beim günstigeren Angebot drauf, nur eben in Arbeitszeit statt auf der Rechnung.
Dazu kommt eine zweite Frage, die selten gestellt wird: Was kostet ein nicht entgegengenommener Anruf? Diese Zahl kennen Sie besser als jede Statistik – Sie wissen, was ein durchschnittlicher Auftrag bei Ihnen wert ist und wie viele Anrufe pro Woche heute ins Leere laufen.
Was Synadesk kostet – vollständig
Damit Sie unsere Zahlen in dieselbe Rechnung einsetzen können, hier alles auf einmal: Die Pläne kosten CHF 149, 290, 590 und 990 pro Monat, bei jährlicher Zahlung CHF 125, 245, 499 und 839. Enthalten sind je 300, 800, 2'000 beziehungsweise 6'000 Gespräche und zusätzlich 200, 400, 1'000 beziehungsweise 2'000 Telefon-Minuten – Website-Chat und Telefon aus einem Kontingent-Paar, nicht als zwei Produkte.
Einmalig kommt die Telefon-Aufschaltung mit CHF 290 dazu, wenn Sie eine eigene Rufnummer wollen; der Sprachanruf direkt im Website-Widget läuft ohne Aufschaltung und ohne Aufpreis. Zusatzpakete kosten CHF 29 je 100 Gespräche beziehungsweise 100 Minuten und verfallen nicht. Monatliche Zahlung ist monatlich kündbar; dazu gelten 30 Tage Geld-zurück ab Aktivierung, inklusive Aufschaltung. Alle Beträge exklusive MWST.
Wie sich das gegen andere Anbieter der Kategorie stellt – mit Quellen und Stand-Datum für jede Fremdangabe – steht im deklarierten Anbieter-Vergleich.
Die drei Fragen für Ihr Angebotsgespräch
Stellen Sie jedem Anbieter – auch uns – diese drei Fragen, dann rechnet sich der Vergleich fast von selbst: Gilt der genannte Preis bei monatlicher Zahlung oder nur im Jahresvertrag? Was ist im Kontingent enthalten, was kostet die Einheit darüber, und verfällt Ungenutztes? Und: Was ist am Ende eines Anrufs tatsächlich erledigt – und was bleibt danach für mein Team übrig?
Rechnen Sie es mit Ihren Zahlen durch – und probieren Sie es dann in der Probezeit aus: 30 Gespräche gratis im Chat und 10 Gratis-Sprechminuten im Browser, ohne Kreditkarte und ohne Zeitlimit. Mit dem aktiven Plan läuft der Sprachanruf ohne Aufschaltung weiter; fürs Telefon kommt die einmalige Aufschaltung dazu.